Der Leuchtturm wurde 1886 im Rahmen des deutsch-niederländischen Projektes „Beleuchtung der Unter-Ems“ als eines von fünf Leitfeuern geplant. Am 1. Oktober 1891 konnten alle fünf Leuchttürme zeitgleich in Dienst gestellt werden. Jedes der fünf Leitfeuer war für einen festgelegten Sektor auf dem Schiffsfahrweg zwischen der Nordsee und Emden zuständig.[1][2] Der Pilsumer Leuchtturm war für einen etwa fünf Kilometer langen und etwa 600 Meter breiten Sektor der Fahrroute zwischen Borkum und Emden zuständig.

Der Leuchtturm diente bis Juni 1915 zur Befeuerung der Emshörnrinne. Dann wurde er wegen des Ersten Weltkrieges außer Betrieb genommen, um feindlichen Schiffen keine Hinweise auf die Fahrrinne zu geben. Im Oktober 1919 erfolgte die endgültige Stilllegung, da sich die Fahrrinne durch Sandablagerungen geändert hatte. Nach der Stilllegung wurde der Turm zu unterschiedlichen Zwecken und durch wechselnde Eigentümer genutzt. Sein baulicher Zustand verschlechterte sich ständig[4] und im Herbst 1972 dachte man sogar über einen Abriss nach.[5]

Statt Abriss erfolgte im Frühjahr 1973 eine aufwändige Sanierung des Leuchtturms, in deren Folge er auch erstmals den heute so bekannten rot-gelb-roten Anstrich erhielt.[6]

Seit 1998 befindet sich der Leuchtturm in Besitz der Deichacht Krummhörn, die sich seitdem um den Erhalt des Leuchtturms kümmert.

Populär wurde der Turm besonders durch den Film Otto – Der Außerfriesische des Komikers Otto Waalkes. Im Film dient der Leuchtturm Otto als Wohnung. Des Weiteren kommt der Turm in der Episode „Sonne und Sturm“ der Fernsehreihe Tatort vor.

Es lohnt sich ein Besuch. Besonders gut zu erreichen mit dem Fahrrad…

Quelle: wikipedia

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